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Die Ebersberger SZ
schreibt:
Kreative Wunscherfüller
Nominiert: das junge Impro-Ensemble "FKK"
Im Sekundentakt hagelt es Pointen -
urkomische Dialoge voller Bissigkeit, treffender Schlagfertigkeit und höchster
rhetorischer Begabung. Viel Zeit hat das Impro-Ensemble FKK für die schriftliche
Ausfertigung ihres Programms sicherlich aufwenden müssen - macht jede Vorführung
dieser achtköpfigen Künstlergruppe glauben. Doch mitnichten. Denn das Kürzel FKK
steht keinesfalls für Nudismus, sondern für die drei Grundzüge, denen sich
dieses Improvisationsensemble verschrieben hat: frei, komisch, kreativ.
Seit ihren Anfängen im Jahr 2006
bieten die acht jungen Künstler beste, spontane und anspruchsvolle Extempore -
nichts ist geplant, nichts vorhersehbar, geschweige denn im Vorfeld bereits zu
Papier gebracht. Denn die Vorgaben für jedes Spiel und jeden Akt dieses Theaters
liefert das Auditorium. Allein der grobe Rahmen wird vorgegeben: eines
Liebesszene, eine Seance oder eine morgendliche U-Bahnfahrt. Alles kann bei FKK
auf der Bühne passieren: Dankbar nehmen Stefanie Zapf, Tanja Aschenbrenner,
Sabine Bogenrieder, Andreas Krug, Sebastian Schlagenhaufer, Ferdinand Maurer und
Michael Siegert jeden noch so abstrusen Wunsch des Publikums auf und verwandeln
sich augenblicklich in die unterschiedlichsten Charaktere.
Kreativität und Spontanität sind die
Trümpfe dieses Ensembles, das selbst zuvor skeptische Betrachter der
Improvisationskunst in begeisterte Anhänger derselben verwandelt. Diese Stärke
hat die Gruppe mittlerweile einen anerkennenswerten Ruf beschert, der weit über
die Grenzen des Landkreises hinaus reicht. Dazu hat freilich auch Christian
Kappl seinen Teil beigetragen, der als lebende Jukebox am Piano stets die
treffenden Töne zu den Szenen findet. Eine immer wieder auftauchende Glanznummer
zwischen Tanja Aschenbrenner und Andreas Krug ist zum Beispiel der Stummfilm:
Dabei präsentieren die beiden Schauspieler in Anlehnung an die alte Filmkunst
beste mimische Unterhaltung - als würde Charlie Chaplin wieder auferstehen.
Im nie vorhersehbaren,
abendfüllenden Programm von FKK wechseln sich die Extreme ab: Glänzender
Pantomime folgt ein herzzerreißendes Drama, der Tragödie eine Komödie. Auf einen
Abend als passiver Besucher herkömmlicher Theaterkunst darf man sich hier nicht
einstellen - aber auf zwei Stunden bester Unterhaltung, deren Inhalt nicht
einmal die Künstler selbst vorhersagen können.
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