Einblick

Die SZ zur Nominierung von FKK zum Tassilo-Preis 2008

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Die Ebersberger SZ schreibt:

Kreative Wunscherfüller
Nominiert: das junge Impro-Ensemble "FKK"

Im Sekundentakt hagelt es Pointen - urkomische Dialoge voller Bissigkeit, treffender Schlagfertigkeit und höchster rhetorischer Begabung. Viel Zeit hat das Impro-Ensemble FKK für die schriftliche Ausfertigung ihres Programms sicherlich aufwenden müssen - macht jede Vorführung dieser achtköpfigen Künstlergruppe glauben. Doch mitnichten. Denn das Kürzel FKK steht keinesfalls für Nudismus, sondern für die drei Grundzüge, denen sich dieses Improvisationsensemble verschrieben hat: frei, komisch, kreativ.

Seit ihren Anfängen im Jahr 2006 bieten die acht jungen Künstler beste, spontane und anspruchsvolle Extempore - nichts ist geplant, nichts vorhersehbar, geschweige denn im Vorfeld bereits zu Papier gebracht. Denn die Vorgaben für jedes Spiel und jeden Akt dieses Theaters liefert das Auditorium. Allein der grobe Rahmen wird vorgegeben: eines Liebesszene, eine Seance oder eine morgendliche U-Bahnfahrt. Alles kann bei FKK auf der Bühne passieren: Dankbar nehmen Stefanie Zapf, Tanja Aschenbrenner, Sabine Bogenrieder, Andreas Krug, Sebastian Schlagenhaufer, Ferdinand Maurer und Michael Siegert jeden noch so abstrusen Wunsch des Publikums auf und verwandeln sich augenblicklich in die unterschiedlichsten Charaktere.

Kreativität und Spontanität sind die Trümpfe dieses Ensembles, das selbst zuvor skeptische Betrachter der Improvisationskunst in begeisterte Anhänger derselben verwandelt. Diese Stärke hat die Gruppe mittlerweile einen anerkennenswerten Ruf beschert, der weit über die Grenzen des Landkreises hinaus reicht. Dazu hat freilich auch Christian Kappl seinen Teil beigetragen, der als lebende Jukebox am Piano stets die treffenden Töne zu den Szenen findet. Eine immer wieder auftauchende Glanznummer zwischen Tanja Aschenbrenner und Andreas Krug ist zum Beispiel der Stummfilm: Dabei präsentieren die beiden Schauspieler in Anlehnung an die alte Filmkunst beste mimische Unterhaltung - als würde Charlie Chaplin wieder auferstehen.

Im nie vorhersehbaren, abendfüllenden Programm von FKK wechseln sich die Extreme ab: Glänzender Pantomime folgt ein herzzerreißendes Drama, der Tragödie eine Komödie. Auf einen Abend als passiver Besucher herkömmlicher Theaterkunst darf man sich hier nicht einstellen - aber auf zwei Stunden bester Unterhaltung, deren Inhalt nicht einmal die Künstler selbst vorhersagen können.